Als erste Schweizer Fondsanbieterin setzen wir uns in allen aktiven Anlagefonds ein verbindliches Treibhausgas-Reduktionsziel von 4 Prozent pro Jahr.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Temperatur weltweit um 1 Grad Celsius (°C) angestiegen. In der Schweiz sind es sogar 1,8 °C. Falls sich dieser Anstieg ungebremst fortsetzt, werden Dürren, Hitzewellen, Starkniederschläge oder der Anstieg des Meeresspiegels zunehmen – mit teils dramatischen Auswirkungen. Um dies zu verhindern, hat sich die internationale Gemeinschaft im Rahmen des Pariser Klimaabkommens das Ziel gesetzt, die globale Erwärmung auf weniger als 2 °C bis zum Jahr 2100 gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

«Wir leisten mit unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie einen wichtigen Beitrag zu einem mess- und überprüfbaren Klimaschutz.»

Als Asset Manager ist uns bewusst, dass heutige Investitionsentscheide einen bedeutenden Einfluss auf die zukünftigen Treibhausgasemissionen haben. Wir haben deshalb den Anspruch, mit unseren Investments aktiv zum Klimaschutz und der Erreichung der Pariser Klimaziele beizutragen und das uns anvertraute Vermögen unserer Anleger zu schützen. Als erste Fondsanbieterin setzen wir uns deshalb in allen aktiven Anlagefonds ein verbindliches Treibhausgas-(CO2e-)Reduktionsziel von 4 Prozent pro Jahr und weisen dies transparent aus.

Treibhausgas-Reduktionsziel und ESG-Integration

Das CO2e-Reduktionsziel von 4 Prozent pro Jahr wird für jeden aktiven Fonds mittels Engagement-Bemühungen und Kapitalallokation umgesetzt. Beim Engagement wirken wir als Aktionärin und Kreditgeberin im aktiven Dialog darauf hin, dass die Unternehmen ehrgeizige CO2e-Reduktionsziele von mindestens 4 Prozent pro Jahr formulieren und diese konsequent umsetzen. Mithilfe der Kapitalallokation werden in den Fonds CO2e-intensive Unternehmen bzw. Staaten, welche selber keine Reduktionsziele verfolgen, über die Zeit hinweg tendenziell untergewichtet. Mit diesen beiden Massnahmen wird die Einhaltung des CO2e-Absenkungspfads von 4 Prozent in allen aktiven Fonds gewährleistet. Konsequent verzichtet wird auf Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit Kohlenförderung generieren. Somit werden die Transitionsrisiken in den Portfolios reduziert.

Begleitend zum Reduktionsziel werden wir die systematische Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG-Kriterien) in allen aktiven Anlageprozessen weiterentwickeln. Die vertiefte Analyse einzelner ESG-Aspekte liefert den Portfoliomanagern zusätzliche Informationen und lässt bessere Anlageentscheide zu. Unternehmen und Staaten mit den höchsten ESG-Risiken bedürfen einer separaten Begründung und Dokumentation, sollte sie der Portfoliomanager im Fonds behalten wollen.

Auch unsere direkten Immobilienfonds sind an dem Reduktionsziel ausgerichtet, denn ein CO2e-effizienter Immobilienpark ist ein zentraler Baustein zur Erreichung des Pariser Klimaziels. Wir verpflichten uns deshalb zur Umsetzung des Effizienzpfads Energie (SIA 2040) des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins.

Einfluss auf Unternehmensstrategien

Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien in der Finanzanalyse dient Unternehmen als Anreiz, bei strategischen Investitionen die Reduzierung respektive Vermeidung von ESG-Risiken anzustreben. Tun sie das nicht, werden sie als ESG-Risikoträger identifiziert. Sind die ESG-Risiken einmal transparent, werden sie auch bewertet; dem Unternehmen droht in diesem Fall ein Bewertungsabschlag. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass in Projekte investiert wird, die nicht nur eine positive ökonomische Rendite generieren, sondern auch nachhaltige Aspekte berücksichtigen. Letztendlich ist es zentral, dass Klimaziele in der Unternehmensstrategie verankert werden.

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Breit verankerte Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist einer der drei Grundpfeiler des Leistungsauftrags und als integriertes Geschäftsprinzip in den Vorgaben der Zürcher Kantonalbank verankert. Die ZKB hat bereits Mitte der Neunzigerjahre erfolgreich ein eigenes Nachhaltigkeitsresearch aufgebaut und 1998 als eine der ersten Banken der Schweiz nachhaltige Anlagefonds lanciert. Ebenfalls bereits vor über zehn Jahren haben wir die Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren der Vereinten Nationen (UN PRI) unterzeichnet. Die quantitative und messbare Anbindung der aktiven Fondspalette an das Pariser Klimaabkommen ist für uns deshalb der nächste logische Schritt in diesem Engagement. Wir erachten die aktive Einflussnahme in Themen von Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung – also den ESG-Themen – als unsere treuhänderische und gesellschaftliche Verantwortung, insbesondere auch im Asset Management.

Fabio Pellizzari
Head ESG Strategy & Development
Swisscanto Invest by Zürcher Kantonalbank, Zürich

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